Medianeinkommen (Vollzeit)3.122 €/Monat
Mittleres Bruttoeinkommen vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer. Mehr ist besser.
BIP je Erwerbstätigem79.000 €
Wirtschaftsleistung je erwerbstätige Person (in 1.000 €). Mehr ist besser.
Beschäftigtenquote gesamt70,09 %
Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Mehr ist besser.
Bei Arbeit und Wirtschaft liegt Sachsen-Anhalt im hinteren Feld der Länder: Das Medianeinkommen von 3.122 Euro im Monat bedeutet Platz 15 von 16, auch die Wirtschaftsleistung je Erwerbstätigem mit rund 79.000 Euro reicht nur für Platz 13. Immerhin bei der Arbeitslosenquote von 7,59 Prozent liegt das Land mit Platz 12 nicht ganz am Ende. Niedrige Löhne bei vergleichsweise durchschnittlicher Beschäftigung prägen damit die wirtschaftliche Ausgangslage.
Will „den wirtschaftlichen Niedergang und die damit verbundene De-Industrialisierung stoppen“ mit einer Wirtschaftspolitik, „die kleine und mittelständische Unternehmen als Rückgrat der sachsen-anhaltischen Wirtschaft in den Mittelpunkt stellt“, und lehnt „milliardenschwere Subventionen für ein einzelnes Großunternehmen“ ab, denn sie eigneten sich nicht dafür, „strukturelle Wirtschaftsprobleme am Standort Sachsen-Anhalt zu lösen“.
Will „unser Land zu einem der wichtigsten Chemie- und Pharmastandorte in ganz Europa machen“ und „zu einer der Top-5-Regionen für Ansiedlungen werden“, ein „Belastungsmoratorium für die Wirtschaft durchsetzen“ und „Energie bezahlbar halten“.
Will „die Tarifbindung wieder zur Regel machen“, fordert „einen Vergabemindestlohn von 16,50 Euro pro Stunde“ und „die längst überfällige Angleichung der Löhne an das westdeutsche Niveau“.
Setzt auf „Tariflöhne in allen Branchen, gute Arbeitsbedingungen und den Schutz vor prekärer Beschäftigung“ und will „mit dem Tariftreue- und Vergabegesetz“ „die Tarifbindung im Land“ stärken, mit dem Ziel „ein Sachsen-Anhalt, das industriell stark bleibt, Innovation ermöglicht und den Wandel sozial absichert“.
Setzt sich „konsequent für faire Löhne, anständige Arbeitsbedingungen und echte Mitbestimmung“ ein und will die „Tarifbindung in Sachsen-Anhalt“ stärken, denn Ziel sei es, „Niedriglöhne und Erwerbsarmut zu bekämpfen und existenzsichernde Beschäftigung zu sichern“, und will das Land „zu einem führenden Innovationsstandort entwickeln“.
Setzt auf „Entfesselung von Wachstum“, will „diese Hürden abbauen und den Weg für neue Ideen“ freimachen und eine Sonderwirtschaftszone erproben, die „immer wieder gefordert – aber niemals getestet“ wird, denn „Arbeitsplätze sollen dort entstehen, wo Wertschöpfung entsteht“.
Fordert „einen gesetzlichen Mindestlohn von 15,00 Euro pro Stunde“, denn „wer Vollzeit arbeitet, muss von seinem Einkommen leben können“, will Fördermittel „nur an tarifgebundene Unternehmen vergeben“ und dazu „zukunftsfähige, regionale Wertschöpfung aktiv fördern“.
Will, dass Sachsen-Anhalt „starker und innovativer Industriestandort“ bleibt, fordert eine „Stärkung des Meisterbriefs“ samt Wiedereinführung der Meisterpflicht „in weiteren Gewerken“, will „Wertschöpfung statt Umverteilung fördern“ und setzt auf eine „sichere und bezahlbare Energieversorgung, auch in der Grundlast“.