Medianeinkommen (Vollzeit)3.117 €/Monat
Mittleres Bruttoeinkommen vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer. Mehr ist besser.
BIP je Erwerbstätigem78.000 €
Wirtschaftsleistung je erwerbstätige Person (in 1.000 €). Mehr ist besser.
Beschäftigtenquote gesamt66,41 %
Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Mehr ist besser.
Bei Arbeit und Wirtschaft liegt Mecklenburg-Vorpommern im Ländervergleich hinten: Die Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent bedeutet Platz 14 von 16, auch beim Medianeinkommen (rund 3.117 Euro im Monat) und bei der Wirtschaftsleistung je Erwerbstätigem (rund 78.000 Euro) reicht es jeweils nur für Platz 14. Alle drei Kennzahlen zeigen damit ein ähnliches Bild einer strukturell schwächeren Wirtschaftskraft. Für die Wahl ist das ein Dauerthema: Wie sich Löhne und Produktivität in einem Flächenland mit kleinteiliger Wirtschaft anheben lassen.
Stellt fest, „die Wirtschaft braucht Entlastungen“, und setzt dabei auf „eine leistungsfreundliche Steuerpolitik, Entbürokratisierung und verlässliche Rahmenbedingungen“, will das Tariftreue- und Vergabegesetz „grundlegend überarbeiten und lohnpolitische Kriterien aus dem Vergaberecht streichen“, denn „gute Löhne entstehen durch hohe Produktivität und Wettbewerb um die besten Köpfe, nicht durch staatliche Auflagen“.
Setzt auf „Gute Arbeit“ mit „starke Tarifbindung, gute Löhne, sichere Beschäftigung und Mitbestimmung“, will „weiterhin auf den Mindestlohn als Untergrenze und gute Tariflöhne“ setzen und öffentliche Aufträge „an Tariftreue und faire Arbeitsbedingungen“ binden.
Will „Wirtschaftsförderung an soziale Kriterien koppeln“ und „keine Förderung bei Dumpinglöhnen oder schlechten Arbeitsbedingungen“, fordert „das Tariftreuegesetz weiterentwickeln, Betriebs- und Personalräte stärken“ sowie „langfristig die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich“.
Will, dass „sich Leistung und Engagement stärker lohnen und deutlicher anerkannt werden“, setzt sich „beim Bund für eine Senkung der Einkommenssteuer ein“ und verspricht: „Fachkräfte sollen im Land gehalten und neue, auch“ internationale Talente gewonnen werden, denn das Land „benötigt gezielte Arbeitsmigration, um wirtschaftlich wachsen zu können“.
Will „eine Wirtschaft, die sich nachhaltig entwickelt, innovativ ist und gute Arbeit sichert“. Fordert die „Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die Ansiedlung energieintensiver Industrien“ sowie die „konsequente Einhaltung tariflicher Standards, guter Arbeitsbedingungen und von Nachhaltigkeitskriterien bei der Vergabe öffentlicher Aufträge“. Ein „landesweiter Reparaturbonus für Elektro- und Elektronikgeräte wird für alle das Reparieren einfacher und lohnender machen“.
Fordert „faire und auskömmliche Löhne und Einkommen“ sowie „deutlich mehr Flächentarifverträge in Mecklenburg-Vorpommern“ und will sich „gegen Lohndumping und für einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 15 Euro“ einsetzen.
Setzt über die vier Säulen Landwirtschaft, Tourismus, Handwerk und Industrie auf „die spürbare Reduktion der Bürokratie“, fordert „die Steuerbelastung, speziell für Strom und Energie muss gesenkt werden“ sowie „der Anteil an Industriearbeitsplätzen muss zwingend gesteigert werden“, und will, „dass Landwirte wieder von ihrer eigentlichen Tätigkeit leben können“.