Arbeitslosenquote9,1 %
Arbeitslosenquote. Weniger ist besser.
Medianeinkommen (Vollzeit)3.982 €/Monat
Mittleres Bruttoeinkommen vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer. Mehr ist besser.
BIP je Erwerbstätigem90.000 €
Wirtschaftsleistung je erwerbstätige Person (in 1.000 €). Mehr ist besser.
Beschäftigtenquote gesamt62,17 %
Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Mehr ist besser.
Beim Arbeitsmarkt zeigt Berlin ein geteiltes Bild: Die Arbeitslosenquote liegt bei 9,1 Prozent und damit auf Platz 15 von 16, eine der höchsten Quoten im Ländervergleich. Gleichzeitig verdienen Vollzeitbeschäftigte im Median rund 3.982 Euro im Monat, Platz 2 von 16, und auch die Wirtschaftsleistung je Erwerbstätigem von 90.000 Euro liegt auf Rang 2. Wer einen Job hat, steht also wirtschaftlich gut da, doch der Zugang zu Beschäftigung gelingt spürbar seltener als anderswo. Diese Kluft zwischen hoher Produktivität und hoher Arbeitslosigkeit prägt die wirtschaftspolitische Debatte in der Stadt.
Will „einen Landes- und einen Vergabemindestlohn auf gleicher Höhe“, „die vor Armut schützen und auch im Alter ein Leben oberhalb der Grundsicherung ermöglichen“, dazu gilt für öffentliche Aufträge „Öffentliches Geld geht nur an Auftragnehmer, die nach Tarif bezahlen“, und will „gesellschaftlich sinnvolle Arbeit zu tariflichen Bedingungen anbieten“.
Bekennt sich „klar zur Sozialen Marktwirtschaft“ und betont „Berlin braucht mehr Investitionen, nicht weniger“, denn „nur eine starke Wirtschaft kann dauerhaft gute Arbeitsplätze sichern“, setzt auf „einen konsequenten Abbau von Bürokratie“, lehnt aber „Enteignungen privaten Eigentums“ „entschieden ab“.
Stellt fest „Berlin steht am Scheideweg“, steht „für wirtschaftliche Freiheit, eine moderne“ Industriepolitik, hält fest „Unser Leitbild ist und bleibt die Soziale Marktwirtschaft“ und will „Verwaltung entpolitisieren“ sowie „Steuern und Abgaben senken“, denn „Neue Vorschriften dürfen nur bei nachgewiesenem Nutzen erlassen werden“.
Will „eine gerechtere Lohnverteilung“ und den Landesmindestlohn „auf mindestens 16,50 Euro anheben“, fördert „aktiv die Gründung von Betriebsräten in allen Landesunternehmen“ und setzt dazu auf „Bürokratieabbau und Planungsbeschleunigung statt Deregulierung und Abbau von Standards“.
Will „faire Bezahlung im öffentlichen Auftragswesen“ und verschärft dazu „die Durchsetzung von Tariftreue und Vergabemindestlohn, um Lohndumping zu verhindern“, denn „80% der Berliner Arbeitnehmer*innen sollen tarifgebunden arbeiten“, und will mit Brandenburg „eine gemeinsame Wirtschafts- und Arbeitsmarktregion, die von fairen Löhnen“ getragen wird.
Fordert: „Kein Arbeiter soll weniger als 15 Euro in der Stunde verdienen“ und „kein Rentner mit einer Rente bis 2000 Euro Steuern bezahlen müssen“, will „gleiches Gehalt für gleiche Arbeit beim gleichen Arbeitgeber“ sowie dass „die Tarifbindung wieder gestärkt und die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen vereinfacht werden“ muss.
Will „Berlin zu einem der freiesten Wirtschaftsstandorte Europas machen“ und fordert eine Wirtschaftspolitik, die „Freiheit sichert, Eigentum schützt, Initiative fördert, Wettbewerb ermöglicht und staatliche Eingriffe auf das notwendige Minimum begrenzt“, denn „Berlin muss vom Empfänger- zum Geberland werden“.